Nissan baut die Führung aus

August 24th, 2009 von Tino Güttler

6. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

  • Nach 700 Kilometern in Suzuka kommt der beste GT-R auf Platz zwei
  • Satoshi Motoyama erhöht Vorsprung im Gesamtklassement auf sechs Punkte
  • Gesperrter Stammfahrer Treluyer durch Michael Krumm ersetzt

Mit dem zweiten Platz von Ronnie Quintarelli (Italien) und Hironobu Yasuda (Japan) im privaten GT-R des Teams Hasemi verbuchte Nissan beim 700-Kilometer-Rennen von Suzuka ein weiteres Topergebnis in der japanischen Super-GT-Serie. Der mit auf schnellen Strecken besonders gut funktionierenden Michelin-Reifen bestückte GT-R lag nach über vier Stunden Renndauer nur zehn Sekunden hinter der Paarung Ishiura/Oshima, die den ersten Saisonsieg für Toyota/Lexus einholten. Zuvor waren Nissan GT-R-Teams bereits viermal siegreich geblieben.

Noch wichtiger als der zweite Platz wog aus Nissan-Sicht der sechste Platz von Satoshi Motoyama, der damit seine Führung in der Meisterschaft auf sechs Punkte ausbauen konnte. Weil sein etatmäßiger Partner Benoit Treluyer nach mehreren Verwarnungen von den Rennkommissaren mit der „Roten Karte“ belegt worden war, erhielt Motoyama diesmal Unterstützung durch Michael Krumm. Der in dieser Saison schwerpunktmäßig für Nissan in Europa aktive Reutlinger half tatkräftig mit, den mit 86 Kilo Zusatzgewicht schwersten Wagen im Feld von Platz zwölf auf Platz sechs zu katapultieren.

Aus Kostengründen hatten die Organisatoren des sonst traditionell über 1.000 Kilometer führenden Rennens die Distanz auf 700 Kilometer verkürzt – so sparten die Teams die Verpflichtung eines dritten Fahrers. Trotzdem lief die letzte Rennstunde als „Night race“ mit eingeschalteten Scheinwerfern – und nach der Zieldurchfahrt gab es für die Fans wie gewohnt das obligatorische Suzuka-Feuerwerk.

Ein solches brannten auch Motoyama/Krumm im Nissan mit der Startnummer 1 ab. Nur aus der vorletzten Startreihe ins Rennen gegangen, schoben sie sich bis zum zweiten Boxenstopp schon bis auf Platz sechs vor. „Leider ging dann der Servicehalt daneben, weil wir unseren GT-R wegen Platzmangels an der Box schräg einparken mussten. Als Folge fielen wir erst einmal wieder bis auf Platz zehn zurück“, berichtete Krumm.

„Ab dann konnten wir nur noch auf ein kleines Wunder hoffen“, so Krumm weiter. Das trat ein, als wegen eines Feuers am Honda von Ralph Firman das Safety Car auf die Strecke ging. „Nach dem nun folgenden Boxenchaos fand ich mich plötzlich wieder auf P7 wieder.“ Einen Platz gewann Krumm, der am Ende in völliger Dunkelheit mit zu schwachen Scheinwerfern kämpfe, danach noch durch die Zeitstrafe eines Konkurrenten. Fast wäre sogar noch Position fünf möglich gewesen, „doch wollte ich am Ende meine weichen Reifen nicht kaputtmachen und habe daher auf eine Schlussattacke auf den vor uns liegenden GT-R verzichtet.“

NISMO-Teamdirektor Yutaka Suzuki war mit dem Resultat seiner Spitzencrew dennoch zufrieden: „Ja, wir hätten schneller fahren können, wollten aber die Reifen bei Asphalttemperaturen von teilweise über 50 Grad nicht überstrapazieren. Unser Punktekonto haben wir hier stärker als erwartet aufgestockt und sehen nun den letzten vier Rennen zuversichtlich entgegen.“

Auch die beiden anderen Nissan GT-R waren zügig unterwegs. Der GT-R von Tsugio Matsuda/Sebastien Philippe behauptete sich trotz eines Reifenschadens auf Platz fünf – im Ziel vom Werksauto mit Motoyama/Krumm nur um knapp 0,3 Sekunden getrennt. De Oliveira/Ara im Kondo GT-R fuhren lange auf Erfolgskurs: Beim zweiten Boxenstopp in Runde 65 wurden sie auf Platz fünf, beim Einsatz des Safety Cars 20 Umläufe später auf Platz vier geführt. Danach ließen langwierigen Reparaturarbeiten an der Box das Team noch aus den Punkterängen fallen.
Michael Krumm: „Ich lag eine ganze Zeit lang hinter diesem GT-R und konnte ihn nicht einholen. Bei normalem Rennausgang wäre er wohl auch noch vor uns eingelaufen.“

Einen Sieg für Nissan gab es an diesem Wochenende aber dennoch zu feiern: Erstmals in dieser Saison blieb in der GT300-Klasse ein 350Z mit den Fahrern Kazuki Hoshino und Masataka Yanagida siegreich. Der Vorsprung nach 4:17 Stunden Renndauer betrug nur 0,607 Sekunden.
ERGEBNIS
700 km von Suzuka
Distanz: 121 Runden à 5,807 km = 702,647 km, Wetter: trocken, heiß, Zuschauer: 34.000

1. Ishiura/Oshima Lexus SC430

4:16.02,744 Std.

BS
2. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R

10,681 Sek. zur.

MI
3. Tachigawa/Lyons Lexus SC430

18,450 Sek. zur.

BS
4. Michigami/Kogure Honda NSX

20,928 Sek zur.

BS
5. Matsuda/Philippe Nissan GT-R

36,905 Sek. zur

BS

6. Motoyama/Krumm Nissan GT-R

37,189 Sek. zur.

BS
7. Couto/Hirate Lexus SC430

49,525 Sek. zur.

DL
8. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430

1.00,967 Min. zur.

BS

9. Ide/Hosokawa Honda NSX

1.44,360 Min. zur.

BS
10. Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX

1 Rd. zur

BS
11. de Oliveira/Ara Nissan GT-R

2 Rd. zur

YH

Reifen: YH = Yokohama, BS = Bridgestone, DL = Dunlop, MI = Michelin

Meisterschaftsstand nach sechs von neun Läufen:

1. Satoshi Motoyama Nissan GT-R

48 Punkte

2. Benoit Treluyer Nissan GT-R

– 5 Punkte

3. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430

- 6 Punkte

4. Quintarelli/Yasuda Nissan GT-R

– 7Punkte

5. Michigami/Kogure Honda NSX

- 8 Punkte

Tachigawa/Lyons Lexus SC430

- 8 Punkte

7. de Oliveira/Ara Nissan GT-R

– 11 Punkte

8. Ishiura/Oshima Lexus SC430

- 14 Punkte

9. Firman/Izawa Honda NSX

- 15 Punkte

10. Matsuda/Philippe Nissan GT-R

– 16 Punkte

Kaneishi/Tsukakoshi Honda NSX

- 16 Punkte

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Mine’s Titan Ladeluftrohr Kit

August 19th, 2009 von Tino Güttler

Ladeluftrohr Kit für Ihren Nissan GT-R Typ R35 vom japansichen Nissan Tuner Mine’s. Ladeluftrohre stellen die Verbindung vom Turbolader zum Motor dar. Von Hand gefertigte Rohre aus Titan mit dem Mine’s-typischen Hang zum Detail. Dieses Kit ersetzt die Serienrohre und wird mit Silikonverbindungsstücken und neuen Schellen geliefert. Diese Ladeluftrohre sorgen für einen stabilen Ladedruck bei geringstem Gewicht und höchster Qualität. Ab sofort erhältlich bei CTD-Germany.com.

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Rapid Response Vehicle am Nürburgring: Nissan GT-R

August 17th, 2009 von Tino Güttler

486 PS IM DIENST VON SANKT FLORIAN

  • Umgebauter Nissan GT-R mit Feuerlöschanlage
  • Geschenk von Nissan an die Nürburgring GmbH – Übergabe am Rande der DTM
  • Umbau durch M&M Automotive

Feuerwehrmänner werden ihre Kollegen am Nürburgring um den neuen Dienstwagen beneiden. Für Notfälle auf der Nürburgring-Nordschleife wurde jetzt ein Nissan GT-R für den schnellen Löscheinsatz umgebaut. Der 357 kW/486 PS starke Supersportwagen mit gelbem Rundumlicht und Wasserschaum-Löschvorrichtung wird ab sofort auf die Rennstrecke geschickt, wenn ein verunfalltes Fahrzeug Feuer gefangen hat. Der GT-R Nürburgring Rapid Response wird am Rande des DTM-Rennens am Freitag, dem 14. August, von Michael Bierdümpfl, Direktor Kommunikation Nissan Center Europe GmbH, an Dr. Walter Kafitz, Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, übergeben.

Wenn täglich Hunderte Hobby-Rennfahrer im Rahmen der öffentlichen Touristenfahrten die Eifelachterbahn in Angriff nehmen, bleiben Fahrfehler mit Crashfolge nicht aus. Hin und wieder fängt auslaufender Sprit am heißen Abgasstrang Feuer. Auf der rund 20 Kilometer langen Nordschleife ist man daher froh, bei der Erstversorgung in Zukunft nicht mehr auf einen behäbigen Löschzug warten zu müssen, sondern auf den wohl schnellsten Feuerwehrwagen der Republik zurückgreifen zu können.

Als Basis dient ein GT-R-Serienfahrzeug – ein Geschenk des japanischen Unternehmens an die Nürburgring-Betreibergesellschaft als Dank für die gute Zusammenarbeit bei der Entwicklung des GT-R. Das Fahrzeug wurde von M&M Automotive, Spezialist für Fahrzeugentwicklung und Motorsportumbauten aus Bonn, auf seinen neuen Einsatz vorbereitet. Die beiden serienmäßigen Fondsitze machten einem 50 Liter fassenden Wassertank Platz, der mit einem Chrom-Molybdän-Überrollkäfig gesichert wurde. Im Kofferraum befindet sich die Mitteldrucklöschvorrichtung (20 bar) sowie eine Rollanlage für den Schlauch. Bis auf die zusätzliche Funkanlage, die Recaro-Sportsitze und den Überrollbügel ist der GT-R im Werkszustand. Mit einer Wasserschaum-Wurfweite von knapp 18 Metern und dem 20 Meter langen Schlauch können die schnellen Feuerwehrleute das Feuer mit einem Tank knapp zwei Minuten lang bekämpfen.

Der GT-R Nürburgring Rapid Response steht ab sofort an der Zufahrt zur Rennstrecke, so dass die mit einem speziellen Löschkurs und einem auf den leistungsstarken GT-R abgestimmten Fahrertraining geschulten Streckenposten schnell reagieren können. Trotz eines Mehrgewichts von rund 200 Kilogramm umrundet der GT-R Nürburgring Rapid Response die Nordschleife immer noch in knapp unter acht Minuten und ist in kürzester Zeit an jeder Stelle der legendären Rennstrecke.

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