Nissan GT-R-Sieg zum chaotischen Auftakt

März 26th, 2010 von Tino Güttler

1. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

  • De Oliveira/Yasuda stürmen von Platz zehn ganz nach vorn
  • Boxenstopp ohne Reifenwechsel brachte die Entscheidung
  • Nach 2009 erneuter Auftaktsieg für das Team KONDO

Wie schon im Vorjahr gelang dem privaten Team KONDO für Nissan der Sieg im Auftaktrennen zu einer neuen Saison der japanischen Super GT-Meisterschaft. In Suzuka zogen die nach einem Crash im Qualifying nur vom Ende des Feldes gestarteten Joao Paulo Lima de Oliveira und Hironobu Yasuda optimalen Nutzen aus einer chaotischen Anfangsphase. Weil sie im Gegensatz zur Konkurrenz ohne Reifenwechsel auskamen, reichte es am Ende sogar zum sensationellen Durchmarsch. Weniger Glück hatten die beiden anderen GT-R: Platz acht für Motoyama/Treluyer, Ausfall für Quintarelli/Matsuda nach gerade einmal zehn Runden.

Kurz vor dem Start hatte der zuvor nur leichte Regen an Intensität noch einmal stark zugenommen. Auf dem extrem rutschigen Kurs kam es vor 31.000 Zuschauern daher gleich in der Auftaktrunde zu zahlreichen Drehern und Kollisionen, von denen unter anderem der aus der Pole-position gestartete Honda und der GT-R von Benoit Treluyer betroffen waren. In Runde elf eliminierten sich dann zwei weitere Honda, was das Safety Car für fünf Runden auf die Strecke brachte.

Zu dieser Zeit kämpfte der KONDO-GT-R mit zwei Lexus SC430 um die Spitze. Nissan-Pilot de Oliveira lag schon in der zweiten Runde auf Rang vier und übernahm nach den früheren Stopps der Lexus in Runde 25 sogar die Führung. Danach traf das Team die mutige Entscheidung, beim Routinestopp auf einen Reifenwechsel zu verzichten und so wertvolle Sekunden zu gewinnen. Der Plan ging auf – Yasuda lag beim Verlassen der Box weiter in Front und ließ in den letzten 18 Runden keinen Gegner mehr auf Schlagdistanz herankommen. Für KONDO Racing war es der erste Sieg nach dem 2009er-Auftakt in Okayama und der vierte in der japanischen Super GT insgesamt. Für die leicht favorisierten neuen Honda blieb als beste Platzierung nur Platz drei.

Die Nissan-Top-Paarung Motoyama/Treluyer schnitt im Werks-NISMO-GT-R mit Platz drei im Qualifying noch standesgemäß ab. Doch nach einem Dreher auf nasser Piste fiel der Franzose schon in der Startrunde weit zurück. Danach zog das Team den Boxenstopp und den Fahrwechsel auf die 19. Runde vor – doch auch Satoshi Motoyama kam trotz verbissenen Einsatzes nicht mehr über den achten Platz hinaus.

Ein kurzes Rennen erlebten die aus der sechsten Position gestarteten Ronnie Quintarelli und Tsugio Matsuda im privaten IMPUL GT-R: In der 11. Runde rollte der Italiener auf dem Seitenstreifen aus und brachte den Nissan trotz mehrerer Versuche nicht mehr zum Laufen.

Kommentar der Sieger:
Joao Paulo Lima de Oliveira: „Nach meinem unverzeihlichen Fehler gestern wollte ich heute einiges gutmachen. Ich bin sehr glücklich, dass mir das gelungen ist. Ich möchte diesen Sieg den Mechanikern widmen. Sie haben die ganze Nacht durchgearbeitet, um unseren Wagen rennfertig zu machen. Der GT-R war in einem perfekten Zustand und die Strategie, mit den harten Reifen die Distanz durchzufahren, hat sich voll ausgezahlt. Obwohl es am Anfang sehr schwer war, die Pneus überhaupt auf Temperatur zu bringen. Im nächsten Lauf wird der Wagen als Folge der Strafgewichte etwas schwerer sein. Doch das Rennen findet in Okayama statt, wo wir 2009 gewonnen haben. Wir kennen uns hier also gut aus.“

Hironobu Yasuda: „Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir von Platz zehn aus noch ganz nach vorn gefahren sind. Nachdem die Reifen im morgendlichen freien Training super funktioniert hatten, erwog Teammanager Kondo den Plan, es ohne Reifenwechsel zu versuchen. Wirklich beschlossen wurde er aber erst im Rennen selbst, und auch erst kurz vor dem Boxenstop. In meinem Stint konnte ich ohne allzu viel Risiko konstante Zeiten fahren und das Geschehen hinter mir gut kontrollieren.“

ERGEBNIS
300 km von Suzuka, Distanz: 52 Runden à 5,807 km = 301,964 km, Zuschauer: 31.000 Wetter: bedeckt, regnerisch

Fahrer / Fahrzeug / Zeit/Differenz
1. de Oliveira/Yasuda / Nissan GT-R / 1:53.23,333
2. Ito/Wirdheim / Lexus SC430 / 9,322 Sek. zur.
3. Izawa/Yamamoto / Honda HSV-010 / 15,397 Sek. zur.
4. Wakisaka/Lotterer / Lexus SC430 / 17,954 Sek. zur.
5. Couto/Hirate / Lexus SC430 / 19,326 Sek. zur.
6. Ishiura/Oshima / Lexus SC430 / 20,363 Sek. zur.
7. Kaneishi/Tsukakoshi / Honda HSV-010 / 46,508 Sek. zur.
8. Motoyama/Treluyer / Nissan GT-R / 1.32,333 Min. zur.

Meisterschaftsstand nach einem von neun Läufen

Fahrer / Fahrzeug / Punkte
1. de Oliveira/Yasuda / Nissan GT-R / 20
2. Ito/Wirdheim / Lexus SC420 / 15
3. Izawa/Yamamoto / Honda HSV-010 / 11
4. Wakisaka/Lotterer / Lexus SC420 / 8
5. Couto/Hirate / Lexus SC420 / 6
6. Ishiura/Oshima / Lexus SC420 / 5
7. Kaneishi/Tsukakoshi / Honda HSV-010 / 4
8. Motoyama/Treluyer / Nissan GT-R / 3
9. Tachikawa/Lyons / Lexus SC420 / 2
10. Michigami/Nakayama / Honda HSV-010 / 1

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Nissan GT-R Renner in Paris enthüllt

März 17th, 2010 von Tino Güttler

PRÄSENTATION DER NEUEN FIA GT-WELTMEISTERSCHAFT

  • FIA-Präsident Jean Todt unterstreicht das große Potenzial der neuen Serie
  • Michael Krumm und Peter Dumbreck im Sumo-GT-R # 23
  • Ex-Formel 1-Pilot Karl Wendlinger für das Swiss Racing Team aktiv

In der stimmungsvollen Atmosphäre der Bibliothek des Automobil Clubs von Frankreich hat FIA-Präsident Jean Todt die neue FIA GT1-Weltmeisterschaft offiziell aus der Taufe gehoben. Vor nahezu 300 Gästen, darunter Journalisten, Fahrer sowie Vertreter der beteiligten Teams, Hersteller und Sponsoren versicherte der Ex-Ferrari-Rennleiter, sich schon jetzt auf den ersten Auftritt dieser „wunderschönen Sportwagen“ zu freuen. Und er fügte hinzu: „Das wird eine spektakuläre Rennserie, zu der wir ihrem Organisator Stéphane Ratel alle nur mögliche Unterstützung gewähren. Wir hoffen auf eine gute Show und in Zukunft auf den Einsatz neuer Technologien, die dann auch in die Großserie einfließen können.“ Ratel, Gründer und Promoter der neuen Meisterschaft sowie CEO der SRO Motorsport Group, versprach hochkarätigen Motorsport. „Unser Ziel ist eine Weltmeisterschaft der großen Marken!“

Im Anschluss kamen Vertreter der sechs teilnehmenden Hersteller zu Wort – darunter Yuichi Sanada, Präsident der Nissan Motorsportabteilung NISMO und verantwortlich für die globalen Motorsport-Aktivitäten des japanischen Herstellers. „Wir sind begeistert, nach fast 20 Jahren wieder an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen“, so Sanada. „Die FIA GT1-WM ist für uns eine ideale Bühne, um in Gestalt des Sportwagens GT-R die technologischen Stärken Nissans weltweit darstellen zu können.“

Der Pressekonferenz folgte die Präsentation der Fahrzeuge auf der Place Vendome im Herzen von Paris – unter strahlend blauem Himmel und reger Beteiligung von Zuschauern und Passanten. Erstmals trugen bei dieser Gelegenheit der Nissan #23 von Sumo Power GT und die # 3 des Swiss Racing Teams ihre endgültige Lackierung zur Schau.

Michael Krumm und sein schottischer Partner Peter Dumbreck ließen sich geduldig fotografieren und beantworteten bereitwillig alle Fragen. Karl Wendlinger, österreichischer Ex-Formel-1-Pilot und seit 2007 sieben Mal Sieger in Rennen zur FIA GT-Serie, sagte als Sprecher der GT1-Fahrer-Gewerkschaft: „Die Aufwertung zur WM wird der FIA GT noch einmal einen starken Schub geben. Ich schätze mich glücklich, diese neue Epoche mit einem Nissan GT-R anzugehen!“ Sein Co-Pilot ist der Schweizer Henri Moser.

Beide Nissan-Teams setzen bei den Reifen auf Michelin und haben bereits umfangreiche Testfahrten absolviert: Sumo Power GT nahm an den offiziellen FIA-Tests in Paul Ricard teil und unternahm zusätzlich private Probefahrten in Spanien. Die Schweizer Equipe war bei beiden FIA-Tests – auf dem Algarve Circuit in Portugal und in Paul Ricard – präsent.

Den zweiten Piloten im Swiss Racing Team GT-R #4 (neben dem Schweden Max Nilsson) und die Paarung des zweiten Sumo-Autos (#22) wird Nissan in Kürze bekannt geben.

Der Auftakt zur nach der Formel 1, der Rallye-WM und der Tourenwagen-WM vierten FIA-Weltmeisterschaft findet am 17. April auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi statt. Danach besucht die neue Serie weitere neun Länder auf vier Kontinenten. Abgesehen vom 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps führen die Rennen – fernsehgerecht – über jeweils eine Stunde: Die Startaufstellung für den am Sonntag laufenden Sprint richtet sich nach dem Zieleinlauf des am Samstag abgehaltenen Qualifikationslaufes. Um die Autos von den Rundenzeiten so eng wie möglich zusammen zu halten, werden die schnellsten Teilnehmer mit Handikapgewichten belegt.

FIA GT1-WM 2010 – Der Kalender

17. April Yas Marina (Abu Dhabi)
2. Mai Silverstone (England)
23. Mai Brünn (Tschechien)
4. Juli Paul Ricard (Frankreich)
1. August 24 Stunden von Spa (Belgien)
29. August Nürburgring (Deutschland)
19. September Portimao (Algarve, Portugal)
7. November Durban (Südafrika)
28. November Interlagos (Brasilien)
5. Dezember San Luis (Argentinien)

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Die Entscheidung ist gefallen

März 8th, 2010 von Tino Güttler

ITALIEN UND FRANKREICH TRIUMPHIEREN BEI DER NISSAN UND PLAYSTATION® GT ACADEMY 2010

  • Luca Lorenzini (Italien) und Jordan Tresson (Frankreich) beginnen Fahrerlehrgang
  • Vorbereitung auf den europäischen GT4 Cup
  • Deutsche Finalisten scheitern in der Vorrunde

Nach fünf anstrengenden Trainingstagen auf und abseits der Rennstrecke stehen die beiden Gewinner der GT Academy 2010 fest: Luca Lorenzini aus der Nähe von Mantua in Italien und Jordan Tresson aus Villers La Montagne in Nordfrankreich. Auf sie wartet nun ein anspruchsvolles Training: Bereits am kommenden Montag werden die beiden wieder in Silverstone sein und einen intensiven Fahrerlehrgang beginnen, mit dem sie sich für eine internationale C-Rennlizenz qualifizieren. Nur einer der beiden wird anschließend die Gelegenheit erhalten, eine ganze GT4 Europacup-Saison in einem Nissan 370Z GT4 Rennwagen zu absolvieren.

Christian Giere und Steffen Christein – Die deutschen Finalisten
Für die beiden deutschen Teilnehmer war das große Finale bereits am Samstag nach der Vorrunde zu Ende. Dennoch haben sie sich bei vollem Einsatz ehrbar geschlagen: Gleich am Freitag, dem ersten Trainingstag, ging es für alle Rennfahrer-Anwärter nach einem ausführlichen Fitness- und Gesundheits-Check mit einem 2,5-stündigen Kart-Ausdauerrennen los. Hier waren volle Konzentration und sportliche Höchstleistung gefragt – besonders, da die Fahrer jeweils in Zweierteams selbst für Fahrer- und Tankstrategie verantwortlich waren. Und am späten Abend mussten sie sich anschließend bei der offiziellen Pressekonferenz den zahlreichen Fragen der internationalen Journalisten stellen.

Der Samstag gab den Teilnehmern erneut keine Zeit zum Verschnaufen. Nachdem es den ganzen Tag über stark geregnet hatte, wurden die Herausforderungen, denen sich die Gran Turismo Experten stellen mussten, nicht leichter. Den Abend der ersten Ausscheidungen vor Augen ging es auf die Rennstrecke, auf der der Nissan 370Z für ein Sprintduell bereit stand. Im Verlaufe des Nachmittags standen weitere Fahr- und Driftherausforderungen auf dem Programm. Die Teilnehmer bekamen hier die Gelegenheit, ihr Können am Steuer einiger wirklich atemberaubender Autos zu beweisen – darunter der Nissan GT-R und der 370Z.

„Erst vor zwei Wochen habe ich mit Karting angefangen, weil ich plötzlich dachte, ich sollte versuchen mich vorzubereiten“, so Christian Giere, Gewinner des Deutschlandfinales. „Ich glaube, ich habe mich in einigen Runden in dem Auto ganz gut gehalten, aber meine Leistung war einfach nicht konstant genug.“ Steffen Christein, Gewinner des Deutschlandfinales, meinte dagegen: „Hier sind sehr viele gute Fahrer und die Rundenzeiten sind schnell. Ich konnte mich seit 2008 verbessern. Diese Erfahrung ist etwas ganz Besonderes. Wir haben einige neue Sachen gelernt und das Fahren auf nasser Fahrbahn ist eine Herausforderung gewesen.“

Hochkarätig besetzte Jury
Es war keine einfache Entscheidung, die die GT Academy Jury, bestehend aus Eddie Jordan, Johnny Herbert, Sabine Schmitz und dem erfahrenen Rennfahrer Rob Barff, zu treffen hatte. Doch auch sie können stolz sein, dass sie erfolgreich die ursprünglich 18 Fahrer hinter sich gelassen haben und, noch beeindruckender, die 1,2 Millionen Spieler, die über das PlayStation®3 Gran Turismo Zeitfahren an der GT Academy teilgenommen haben. „Das war wirklich außergewöhnlich“, so äußerte sich der frühere Formel 1-Teamchef Jordan begeistert. „Ich bin absolut überwältigt. Ich konnte kaum glauben, dass diese Spieler ohne jede Erfahrung im Rennwagen so etwas leisten können. Abgesehen von einem Unfall heute gab es keinerlei Probleme im Fahrbereich. Dies sind wirklich allesamt gute Fahrer, und es war ein tolles Erlebnis, sie zu sehen. Am Ende hatten wir, denke ich, zwei eindeutige Gewinner, die meiner Ansicht nach gut abschneiden werden. Doch jeder einzelne der 18 Teilnehmer kann mit Recht stolz auf seine Leistungen sein. Und ich weiß, dass sie alle unglaubliche Erfahrungen gemacht haben, die ihnen ihr ganzes Leben lang bleiben werden.“

Intensives Training
Der Abschlusstag der Aktion begann mit einem Triathlon am frühen Morgen, der zunächst aus einem schlammigen Sprint von der Whittlebury Hall zum Silverstone Offroad-Bereich bestand. Dort erfolgte ein Wechsel aufs Rad, mit dem es zum Stowe Circuit ging. Anschließend wurden einige Runden im 370Z absolviert. Der Wettbewerb erreichte einen dramatischen Höhepunkt, als der mit Abstand führende Jordan Tresson seine Chance auf den Gewinn aufs Spiel setzte, indem er mit kalten Reifen die erste Kurve des neuen Stowe Circuit falsch einschätzte und in einen Reifenstapel prallte. Die Runden auf dem Stowe Circuit in einer Rennversion des Nissan 350Z GT4 waren für die zu Fahrern gewordenen Spieler sicherlich ein Höhepunkt der GT Academy. Es handelte sich um genau denselben Wagen, der ihren Vorgänger, Lucas Ordoñez, beim GT4 Cup 2009 zum zweiten Platz geführt hatte.

Doch den vier Finalisten stand noch eine letzte, unglaubliche Herausforderung bevor. Nach zehn Minuten Training und einem ebenfalls zehnminütigen Qualifying stellten sich alle vier Fahrer in identischen Rennversionen des Nissan 370Z auf der berühmten Start-Ziel-Geraden von Silverstone auf. Das 20-minütige Rennen war ein harter Wettkampf und enthielt auch einen simulierten Fahrerwechsel in der Boxengasse. Dabei mussten die Fahrer ihr Lenkrad lösen, aus dem Wagen springen und einmal um ihn herumlaufen, bevor sie wieder einstiegen, was sich als entscheidendes Rennelement erweisen sollte.

Jordan Tresson fuhr mit einem Vorsprung als Erster in die Boxengasse, doch es war der drittplatzierte Marco Calvo, der nach einem blitzschnellen Boxenstopp als Erster wieder auf die Strecke ging. Marco hielt den Sieg fest und hoffte, es würde für die vierte Phase der GT Academy reichen. „Das war eine unglaubliche Reise für uns alle, aber ganz besonders für unsere beiden Gewinner“, sagte der dreimalige Formel-1-Sieger Johnny Herbert. Sie haben sich die ganze Woche über ausgezeichnet und heute gezeigt, dass sie bereit sind, in einem GT4-Wagen auf internationalem Niveau mitzufahren. Alle 18 Fahrer, mit denen wir anfingen, haben eine Menge für sich mitnehmen können. Sie haben alles gegeben und Dinge erlebt, die ihnen sonst nicht möglich gewesen wären. Es war wunderbar, ein Teil davon zu sein, und ich freue mich darauf, zu beobachten, welche weiteren Fortschritte Luca und Jordan nun machen werden.“

Auch Sabine Schmitz, deutsche Gewinnerin zweier 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, zeigte sich beeindruckt von der GT Academy: „Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mit zwei Formel 1-Legenden zusammenzuarbeiten war das eine, doch auch die Arbeit mit all diesen großartigen jungen Fahrern, die so talentiert sind, war unglaublich. Ich habe bei Veranstaltungen wie Track Days mit vielen Menschen zusammengearbeitet, die erfahrener sind. Und diese Spieler kommen hierhin mit praktisch keinerlei Streckenerfahrung und wussten, wo sie bremsen und einschlagen mussten. Sie hatten anfänglich mit der g-Kraft zu kämpfen, die auf die Fahrer wirkt. Doch ich denke, es hat sich wirklich erwiesen, wie gut das Gran Turismo Spiel ist.”

Teilnehmer im Überblick:

GEWINNER
• Luca Lorenzini, Italien (Mantova), 26
• Jordan Tresson, Frankreich (Villers La Montagne), 21

ZWEITPLATZIERTE
• Marco Calvo Acedo, Spanien (Madrid), 22
• Daniel Collins, Irland (Limerick), 31

AM 3. TAG AUSGESCHIEDEN
• Filipe Barreto, Portugal (Lissabon), 32
• Giacomo Cunial, Italien (Treviso), 20
• Oliver Simon, Schweiz (Hausen am Albis), 27
• Jeroen Kesselring, Niederlande (Rotterdam), 26

AM 2. TAG AUSGESCHIEDEN
• Roberto Otero, Spanien (Mininos), 21
• Dan Holland, Australien (Brunswick West), 25
• Benjamin Peron, Belgien (Hennegau), 29
• Christian Giere, Deutschland (Bremen), 27
• John Moorby, Großbritannien (Macclesfield), 32
• Tony Autridge, Neuseeland (Paraparaumu), 19
• Steffen Christein, Deutschland (Baiersbronn), 20
• Alex Ingram, Großbritannien (Harrogate), 22
• Marko Moisio, Finnland (Tampere), 25
• Robert Wawrzyniak, Österreich (Salzburg), 25

Darren Cox, Nissan Europe
„Wir haben viele Erfahrungen aus 2008 mitgenommen und ein äußerst intensives Trainingsprogramm zusammengestellt. Wir hatten es mit 18 Spielern zu tun, von denen die meisten noch niemals auf einer Rennstrecke gewesen sind. Als ich die letzten vier Finalteilnehmer in einem internationalen Rennwagen mit über 400 PS Motorleistung und Rennbereifung sah, waren sie alle von professionellen Rennfahrern nicht mehr zu unterscheiden. Wir setzen große Erwartungen in sie. Lucas, unser Gewinner von 2008, hat gleich in seinem ersten Rennen einen Podiumsplatz herausgefahren. Die beiden müssen sich jetzt für die nächsten zwei Monate hohe Ziele setzen.“

Mark Bowles, Sony Computer Entertainment
„Wir sind wirklich äußerst zufrieden mit den beiden Jungs, die gewonnen haben. Sie werden in der nächsten Wettkampfphase mit Sicherheit phantastische Leistungen erzielen. Alle 18 Finalisten sollten stolz darauf sein, es bis hierher geschafft zu haben. Sie haben 1,2 Millionen andere Anwärter im Kampf um einen Platz in der GT Academy besiegt. Wir wissen es zu schätzen, dass sie so viel Zeit in das Spielen von Gran Turismo investiert haben und dass sie hier in Silverstone innerhalb der vergangenen fünf Tage so viel erreicht haben. PlayStation wäre hoch erfreut, wenn entweder Jordan oder Luca den Erfolg von Lucas Ordoñez, dem Gewinner der GT Academy im letzten Jahr, wiederholen könnten.“

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Weitere Informationen, Filme und Fotos sind über diversen Webseiten – etwa bei Flickr (http://www.flickr.com/photos/GTAcademy2010), Twitter (http://twitter.com/GTAcademy), bei Facebook (http://www.facebook.com/GTAcademy) und auf der europäischen Webseite von Gran Turismo unter http://eu.gran-turismo.com – erhältlich.

Über die GT Academy
Die GT Academy 2010 ist die zweite Auflage dieses ungewöhnlichen Wettbewerbs. Nissan und PlayStation hatten 2008/2009 erstmals die Frage gestellt: Kann die virtuelle Rennspiel-Welt ein echtes Rennfahrertalent hervorbringen? Lucas Ordonez ist der lebende Beweis dafür, dass dies möglich ist. 2008 setzte sich der 23-jährige spanische Student an der PlayStation3®-Konsole und im anschließenden Trainingslager gegen alle Wettbewerber durch. Nach seinem Debüt beim Internationalen 24-Stunden-Rennen in Dubai an der Seite des früheren Formel-1-Fahrers Johnny Herbert fuhr er gemeinsam mit dem britischen Fahrer Alex Buncombe im Nissan 350Z. Sie nahmen für das RJN Motorsport GT Academy Team an der kompletten Saison des Europäischen GT4 Cups teil, der überwiegend im Rahmen der prestigeträchtigen FIA GT Serie stattfand. Mit zwei Rennsiegen und zwei zweiten Plätzen sicherten sich die beiden den Gewinn der Teamwertung.

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