Nissan-Team siegt bei Europa-Ausklang

Juli 18th, 2011 von Tino Güttler

  • Krumm/Luhr gewinnen beide Läufe im französischen Le Castellet
  • GT-R-Duo erobert mit drittem Saisonsieg Führung im WM-Klassement zurück
  • Nach letztem Rennen in Europa folgt nun eine siebenwöchige Sommerpause

Nissan geht mit einem hart erkämpften Sieg und der Rückeroberung der WM-Führung in die siebenwöchige Sommerpause der FIA GT1-WM. Beim siebten von elf Läufen im südfranzösischen Le Castellet fuhren Michael Krumm und Lucas Luhr im GT-R des Teams JRM Racing sowohl beim Qualifying Rennen am Samstag wie auch im Hauptrennen am Sonntag auf Platz eins. Der Erfolg auf dem Circuit Paul Ricard war nach den Triumphen von Silverstone und Portimao bereits der dritte Saisonsieg der beiden Deutschen. Mit jetzt 111 Punkten eroberten Krumm/Luhr die Führung in der Fahrerwertung von den Lamborghini-Piloten Markus Winkelhock/Marc Basseng zurück; zugleich verkürzte Nissan in der Markenwertung den Rückstand auf die Spitze auf fünf Punkte. Mit einem vierten Platz rundeten Jamie Campbell-Walter/David Brabham im Sumo Power GT-R die tadellose Nissan-Performance ab. Nur ein Aufhängungsdefekt am zweiten JRM-GT-R von Richard Westbrook/Peter Dumbreck vereitelte fünf Minuten vor Rennende ein noch besseres Teamresultat.

Nach dem Sieg am Samstag im Qualifying-Rennen gebührte Michael Krumm die Pole Position beim „Championship Race”. „Im letzten Jahr kamen wir in Paul Ricard mit dem GT-R schon auf Platz zwei. Die Strecke liegt dem Auto also, und auch die 20 Kilo Zusatzballast sollten uns nicht allzu sehr stören”, gab sich der Wahl-Monegasse vor dem Start optimistisch. Krumms Teamkollegen Westbrook/Dumbreck gingen von Position sechs, die Sumo Power-Autos mit Nick Catsburg/Enrique Bernoldi und Campbell-Walter/Brabham von den Plätzen sieben und elf ins Rennen.

Krumm fuhr bei seiner Dienstfahrt vier Sekunden Vorsprung heraus
Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters konnte Krumm einen Vorsprung von vier Sekunden auf den Aston Martin von Enge herausfahren. Westbrook schnappte sich einen Konkurrenten und kam als Fünfter in die Boxen. Im Hinterfeld kämpfte sich Campbell-Walter nach zwischenzeitlichem Rückfall auf Platz zwölf wieder bis auf die achte Stelle vor. Dank eines ultraschnellen Fahrer- und Reifenwechsels ging sein Partner Brabham dann sogar als Sechster zurück ins Rennen.

Während die beiden JRM GT-R, nun gesteuert von Lucas Luhr und Peter Dumbreck, die Plätze eins und fünf behielten, hinkte Enrique Bernoldi im zweiten Sumo-Nissan mit Platz neun etwas hinter dem Marschtempo an der Spitze zurück.

In der zweiten Rennhälfte konnte sich der Koblenzer Luhr keineswegs ausruhen – zu stark beschattete ihn der nun von Ex-Nissan-Mann Darren Turner gesteuerte Aston Martin DBR9. Weiter hinten schob sich Dumbreck mit einem gekonnten Manöver am viertplatzierten Ford GT vorbei, während sich Bernoldi auf P7 verbesserte.

Nur knapp verpasste ein zweiter Nissan Platz drei auf dem Podium
In der Schlussphase kämpften dann gleich zwei Nissan/Aston Martin-Pärchen um die Top-Plätze: An der Spitze Luhr und Turner um den Sieg, gut zehn Sekunden dahinter Alex Müller und Dumbreck um Platz drei. Doch während vorne Luhr mit 0,8 Sekunden Vorsprung den Sieg für Nissan knapp aber sicher nach Hause fuhr, humpelte Dumbreck nach 27 von 29 Rennrunden mit Aufhängungsschaden zur Box. Sein Missgeschick spülte Brabham auf Platz vier vor – am Ende trennten den Australier sogar nur 0,6 Sekunden vom Drittplatzierten Aston Martin und damit dem Podium!

Michael Krumm war nach seinem dritten Saisonsieg natürlich überglücklich: „Am wichtigsten war heute, ohne Zwischenfall durch die erste Kurve zu kommen. Danach machte mir wie erwartet Tomas Enge im Aston Martin reichlich Druck. Doch so nach drei, vier Runden bauten die Reifen richtig Grip auf und ich konnte einen kleinen Vorsprung herausfahren. Insgesamt war es ein perfektes Wochenende bei meinem Heimrennen – Le Castellet liegt schließlich nur 200 Kilometer von Monaco entfernt! Nun geht es in sieben Wochen auf die für alle unbekannte Strecke in China.”

Luhr achtete sorgfältig auf das Profil seiner Reifen
Lucas Luhr schilderte den Nissan Erfolgstag so: „Als ich die Boxen verließ, hatte ich noch einen schönen Vorsprung, doch Darren Turner fuhr eine sehr schelle Out-lap und füllte bald meine Rückspiegel aus. Ich konnte ihn zwar erfolgreich abwehren, doch achtete ich immer darauf, die Reifen nicht zu stark zu strapazieren. Denn am Samstag haben wir ja erlebt, wie schnell sie auf dieser Strecke abbauen können.”

In der Tat zollten Richard Westbrook und Jamie Campbell-Walter im Qualifying-Rennen den stark nachlassenden Reifen ihrer GT-R Tribut. Bitter besonders für Westbrook: Er ging als Zweiter hinter Krumm in die letzte Runde und musste kampflos noch zwei Aston Martin vorbeiziehen lassen. Krumm dagegen siegte locker mit über acht Sekunden Vorsprung.

Zweimal sieben Woche Pause bis zum Saisonfinale
Nach einer siebenwöchigen Sommerpause geht die FIA GT1-WM mit drei Überseerennen in ihre Schlussphase: Dem Lauf in China am ersten September-Wochenende folgt erneut eine rennfreie Periode von sieben Wochen, ehe zwei Läufe in Südamerika – Curitiba (Brasilien) am 22./23. Oktober und San Luis (Argentinien) am 5./6. November – die Entscheidung im Titelkampf bringen müssen. Aktuell hält Nissan mit dem GT-R noch alle Aktien zum Sieg in beiden WM-Wertungen.

FIA GT-1-WM, Meisterschaftsstand nach sieben von zehn Läufen:

Teams
1. All-Inkl.com Münnich Motorsport D Lamborghini 169
2. JRM Racing GB Nissan 164
3. Young Driver AMR D Aston Martin 159
4. Hexis-AMR F Aston Martin 155
5. Sumo Power GT GB Nissan 103

Fahrer

1. Krumm/Luhr D/D Nissan GT-R 111
2. Winkelhock/Basseng D/D Lamborghini 97

3. Piccini/Hohenadel I/D Aston Martin 84
4. Mücke/Turner D/GB Aston Martin 79
5. Enge/Müller CS/D Aston Martin 74
6. Schwager/Pastorelli D/I Lamborghini 67
7. Campbell-Walter/Brabham GB/AUS Nissan 61
8. Piccione/Dusseldorp MC/NL Aston Martin 60
9. Maxime Martin B Ford GT 53
10. Mike Hezemans NL Corvette 46

11. Dumbreck/Westbrook GB/GB Nissan 44
12. Enrique Bernoldi BR Nissan 39


16. Warren Hughes GB Nissan 24


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Zwei Nissan 370Z bereit für die Grüne Hölle

Juni 22nd, 2011 von Tino Güttler

  • Werksfahrer Michael Krumm startet mit 430 PS starkem 370Z in der Klasse SP8
  • Kooperation mit der Kölner AUTO ZEITUNG geht ins fünfte Jahr
  • Zweiter 370Z mit Kurt Thiim tritt in der seriennahen GT4-Klasse an

Der Countdown läuft: Samstag, Punkt 16 Uhr, fällt der Startschuß zur 39. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Über 210 Fahrzeuge werden sich auf dem Weg durch die grüne Hölle machen. Das bedeutet maximale Belastung für Mensch und Technik. Nissan ist erneut dabei: Zwei in den Farben des Hauptsponsors Falken lackierte 370Z werden ihre Runden ziehen. In dem einen zusammen mit der AUTO ZEITUNG gemeldeten Renner wechseln sich Nissan Werksfahrer Michael Krumm, AUTO ZEITUNG-Redakteur Holger Eckhardt, Nürburgring-„Königin” Sabine Schmitz und der Motorsport erfahrene Japaner Tetsuya Tanaka ab. Dank eines auf 4.002 cm3 aufgebohrten und 430 PS erstarkten V6-Motors konkurriert das Nordschleifen erfahrene Team in der Klasse SP8 gegen so hochkarätige Gegner wie Ferrari 458 Italia, Aston Martin V12 Zagato oder Lexus LF-A. Wie auch beim zweiten Nissan 370Z – ein in der seriennahen GT4-Klasse genanntes Modell mit 405 PS aus 3.798 cm3 Hubraum – sorgt das britische Team RJN Motorsport unter Leitung von Bob Neville für Vorbereitung und Einsatz. Die härtesten Konkurrenten des GT4-Nissan sind die Aston Martin Vantage N24, BMW M3 und Ginetta G50.

Das Nissan-AUTO ZEITUNG-24h-Projekt geht mit einem neuen Hauptsponsor ins mittlerweile fünfte Jahr. Reifenhersteller Falken sorgt für neue und breitere Rennslicks (vorn 280er, hinten 295er), die zusammen mit breiteren BBS-Felgen die Radhäuser des neu aufgebauten 370Z satt ausfüllen. Pilot Holger Eckhardt: „Das Fahrverhalten mit den breiteren Rädern ist präziser, der 370Z reagiert spontaner auf Lenkbewegungen. Besonders die Führung der Vorderachse hat deutlich gewonnen. Der Umbau aller Fahrwerksanbindungen von Gummi- auf verwindungsfreie Uniball-Elemente trägt ebenfalls zum aggressiveren Handling bei.”

Wahl-Japaner Krumm: Nissan-Urgestein mit großem Erfahrungsschatz

Die größte Erfahrung der vier Nissan/AUTO ZEITUNG-Piloten bringt zweifellos Michael Krumm (40) mit. Der gebürtige Reutlinger wanderte 1994 dem Motorsport zuliebe nach Japan aus und wurde 1997 zusammen mit Pedro de la Rosa (damals noch auf Toyota) japanischer Super GT-Meister. 2003 wiederholte er diesen Coup – diesmal jedoch auf einem Nissan. Seit 2008 kümmerte sich Krumm im Auftrag der Nissan Motorsportabteilung NISMO um die Entwicklung eines neuen GT-R für die ab 2010 startende FIA-GT-WM – und verlegte sein Betätigungsfeld wieder zurück nach Europa. Aktuell führt der mit der japanischen Tennisspielerin Kimiko Date verheiratete Reutlinger auf dem Nissan GT-R die Gesamtwertung der FIA GT1-Weltmeisterschaft an. Krumm wohnt in Monaco, spricht vier Sprachen – darunter fließend japanisch – und blickt auf einen reichen Erfahrungsschatz aus Langstreckenklassikern wie Le Mans, Sebring und Spa zurück.

Sabine Schmitz: Schon zweimal Sieger bei den 24 Stunden

Sabine Schmitz (42) gilt als unbestrittene Königin der Nordschleife. Nicht nur im Renntaxi, sondern auch im Schalensitz unterschiedlichster Touren- und GT-Rennwagen hat die Tochter einer Hoteliersfamilie aus Nürburg die Eifel-Achterbahn unzählige Male umrundet. Nach eigener Schätzung „bis 2007 sicher 14.000 bis 15.000 Mal, wobei pro Jahr rund 1.200 neue Runden hinzukommen.” 1996 und 1997 gelang Sabine, damals noch verheiratete Reck, zweimal auf BMW der Gesamtsieg; 1998 ließ sie als erste Frau den Gesamtsieg im Langstreckenpokal (VLN) folgen.

Holger Eckhardt: Im fliegenden Wechsel zwischen Cockpit und Tastatur

Auch der japanische Rennfahrer Tetsuya Tanaka (45) und AUTO ZEITUNG-Redakteur Holger Eckhardt könnten die 33 Links- und 40 Rechtskurven der Nordschleife wohl selbst mit zugebundenen Augen fehlerfrei fahren. Eckhardt greift im Alltag abwechselnd ins Lenkrad und in die Tastatur seines PC. Als Redakteur der AZ bewegt er als Tester Autos mit Leistungen zwischen 50 und 500 PS und kennt die Nordschleife auch bei Nacht. Er fährt 2011 schon sein zwölftes 24-Stunden-Rennen.

Den 45jährigen verbindet noch ein weiteres Projekt mit Nissan: Als Jurymitglied der Nissan Sportscar Battle – der Rennfahrer-Nachwuchssichtung – entscheidet er mit über Sieg und Niederlage. Zusammen mit Michael Krumm und Sabine Schmitz fungiert der Motorjournalist zudem als einer von drei Mentoren und Teamchefs, zwischen denen die Kandidaten vor Beginn der Sportscar Battle auswählen müssen. Sie begleiten ihre Schützlinge durch die verschiedenen Ausscheidungsrunden und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Erfahrung und jugendlicher Elan bilden harmonische Mischung im 370Z GT4

Auch im zweiten Nissan 370Z wagt eine hochprofessionelle Fahrercrew den heißen Ritt durch die grüne Hölle: DTM-Legende Kurt Thiim (52) begann seine Karriere in der Formel 3 (Deutscher Meister 1984), wurde 1986 auf einem Rover Vitesse deutscher Tourenwagen-Meister und durch seine Zeit mit Mercedes Anfang und Mitte der 90erJahre zur DTM-Legende. Der Däne fährt seit 1978 Rennen – das Renn-Gen hat er seinem Sohn Nicki vererbt, der ebenfalls Rennfahrer ist.

Der Brite Guy Smith (36) gewann 2003 auf einem Bentley die 24 Stunden von Le Mans, sein Landsmann Alex Buncombe (29) holte 2009 zusammen mit Lucas Ordonez, dem Sieger der Nissan/PlayStation GT Academy, auf einem Nissan 350Z den Vize-Titel im FIA GT4 Europa-Cup. Auch 2011 ist er wieder für Nissan in dieser Serie aktiv – diesmal als Partner und Mentor des Ordonez-Nachfolgers Jordan Tresson.

Vierter im Bunde ist Duncan Huisman (30). Der jüngere Bruder von Patrick Huisman gewann 2005 auf einem Schnitzer BMW M3 die 24 Stunden am Nürburgring; 2004 und 2007 reichte es für den dreimaligen niederländischen Tourenwagen-Meister und belgischen GT-Meister 1998 dort jeweils zum zweiten Platz. Ebenfalls 1998 errang der Holländer bei den 24 Stunden von Daytona Platz Zwei in der GT2-Klasse.

Starterfeld von 210 Autos auf einem Kurs ohne Gnade

Seit 1970 gehört das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings zu den härtesten Langstreckenrennen der Welt. Auf 25,359 km Länge bietet die zusätzlich um den modernen Grand Prix-Kurs erweiterte Strecke jede nur denkbare Schwierigkeit: Von Sprungkuppen über hängende und überhöhte Kurven bis zu superschnellen und sehr engen Passagen wird alles geboten. Dazu kommt ein mitunter extrem launisches Wetter, das immer wieder längere Safety Car-Phasen oder sogar Rennunterbrechungen erzwingt.

Für die 39. Auflage erwartet der veranstaltende ADAC Nordrhein zirka 210 Starter. Rund ein Drittel dieses riesigen Starterfeldes kommt für Top-Positionen infrage – darunter auch die beiden Nissan. Holger Eckhardt: “Wir treten hier engagiert auch gegen reinrassige Werksteams an, selbst in unserer Klasse. Doch das angekündigte Mischwetter spielt unserem sehr fahrstabilen und traktionsstarken 370Z in die Hände. Da ist ein Podestplatz in der Klasse SP8 durchaus möglich.” Mehr dazu ab Sonntag, 16 Uhr.

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Brite siegt bei GT Academy 2011

Juni 20th, 2011 von Tino Güttler

  • Jann Mardenborough gewinnt das Finale der diesjährigen GT Academy
  • Rennfahrerausbildung als Vorbereitung auf 24-Stunden-Rennen in Dubai
  • Nissan stellt 420 PS starken 370Z GT4 für den Einsatz im Emirat

Jann Mardenborough ist der Gewinner der GT Academy 2011. Im alles entscheidenden Finale bewies der 19-jährige Brite beim 20-minütigen Rennen am Steuer eines Nissan 370Z auf der Grand-Prix-Strecke in Silverstone die besten Nerven und verwies die verbliebenen Mitbewerber auf die Plätze. Rang zwei belegte der Franzose Thibault Lacombe, Platz drei errang Carlos Murillo aus Spanien und Vierter wurde der Italiener Danilo Bordino. Die vier Kandidaten waren zuvor von Jurymitglied Eddie Irvine, dem Formel-1-Vizeweltmeister aus dem Jahr 1999, in die Finalrunde geschickt worden, nachdem von den letzten sechs der Deutsche Sascha Meyenborg und Thomas Arends aus den Niederlanden ausgeschieden waren.

Der Rennverlauf war an Dramatik kaum zu überbieten. Nachdem Jann Mardenborough aus der Pole Position einen guten Start hingelegt hatte, nahm Thibault Lacombe sofort die Verfolgung auf. Die beiden lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, und der Franzose konnte schließlich in Führung gehen. Doch der Brite holte sich die Spitzenposition zurück und konnte das Rennen schließlich mit acht Sekunden Vorsprung zu seinen Gunsten entscheiden.

„Ich bin begeistert”, sagte Jann Mardenborough nach seinem grandiosen Sieg. „Dieser Wettbewerb wird mein Leben verändern. Ich kann es noch immer nicht glauben”, jubelte der 19 Jahre alte Brite aus Cardiff. „Die Erfahrungen sind fantastisch und ich bedanke mich bei allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben, insbesondere bei Play Station und Nissan. Ein besonderes Dankeschön geht an meinen Mentor Johnny Herbert. Er ist unglaublich, ein toller Kerl und ein großartiger Lehrer.”

Der britische Rennfahrer Johnny Herbert startete zwischen 1989 und 2000 in der Formel 1 und gewann dort drei Grand-Prix-Rennen. Der Sieger der diesjährigen GT Academy könnte seinen Spuren folgen. Jann Mardenborough darf sich nämlich mit einem Intensivtraining auf den Erwerb einer internationalen Rennlizenz vorbereiten und bei erfolgreichem Abschluss Anfang 2012 in einem 420 PS starken Nissan 370Z-GT4-Rennwagen beim 24-Stunden-Rennen in Dubai an den Start gehen.

Die 2008 ins Leben gerufene GT Academy schlägt auf einzigartige Weise eine Brücke zwischen der virtuellen Welt des Computerspiels und dem realen Motorsport. Möglich macht dies die höchst realistische Anmutung des Rennspiels GranTurismo5 für Playstation3. Dort sind nahezu alle bedeutenden Rennstrecken der Welt in maximaler Detailtreue dargestellt, in der neuesten Ausgabe des Spiels neben der Nordschleife des Nürburgrings auch der Grand-Prix-Kurs und die Strecke des 24-Stunden-Rennens in der Eifel. Der Grundgedanke der GT Academy: Wer sich auf den originalgetreuen Rennstrecken mit ebenfalls der Realität exakt nachempfundenen Rennfahrzeugen gegen die Konkurrenz durchsetzt, darf sein Fahrtalent auch am Steuer eines echten Rennwagens beweisen.

Dass dieser Wechsel zwischen den Welten tatsächlich funktioniert, hat Lucas Ordonez gezeigt. Der spanische Sieger der ersten GT Academy belegte ein Jahr später beim GT4 Europacup den zweiten Platz und wurde 2010 Vierter. In diesem Jahr errang er sogar im Signatec Nissan mit seinem Team in der Kategorie LMP2 den zweiten Platz bei den 24 Stunden von Le Mans.

Auch der Franzose Jordan Tresson, der die GT Academy im vergangenen Jahr gewann, konnte sich auf Anhieb in der GT4 Serie durchsetzen und fuhr 2010 zusammen mit Ordonez auf den vierten Rang.

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