Doppelsieg bei den 24h von Le Mans

Juni 14th, 2011 von Tino Güttler

  • Zytek-Nissan von Greaves Motorsport gewinnt LMP2-Kategorie eines turbulenten Rennens
  • Ex-GT-Academy-Champion Lucas Ordonez im Signatech Nissan komplettiert den Doppelsieg
  • Beide Nissan vor 250.000 Zuschauern unter den Top ten im Gesamtklassement

Nissan hat die 79. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans mit einem nie gefährdeten Doppelsieg in der Kategorie LMP2 beendet. Vor 250.000 Zuschauern rund um die berühmte Strecke im Département Sarthe lag der Zytek-Nissan des Teams Greaves Motorsport mit den Fahrern Karim Ojjeh/Thomas Kimber-Smith und Olivier Lombard am Ende sechs Runden vor dem Signatech Racing Auto mit Soheil Ayari/Franck Mailleux und Ex-GT- Academy-Sieger Lucas Ordonez. Die tadellose Performance der beiden offenen Prototypen mit Nissan-Power im Heck brachten ihnen nach 24 Stunden die Plätze 8 und 9 im Gesamtklassement ein.

„Wir hatte immer einen Plan – und der lautete, sich einfach aus Problemen herauszuhalten”, fasste Kimber-Smith in einem Interview mit dem englischen Magazin Autosport die Strategie des siegreichen Teams Greaves Motorsport zusammen. Die zwei Horror-Unfälle von Audi hätten gezeigt, dass alles passieren kann. „Daher haben wir uns strikt an unsere ausgegebene Marschroute gehalten.”

Dahinter ging für den ersten Sieger der GT Academy, Lucas Ordonez, ein Traum in Erfüllung: Zusammen mit seinen französischen Teamkollegen Ayari und Mailleux erklomm er als Zweiter der Klasse das Treppchen. „Als ich vor drei Jahren bei der GT Academy gewonnen habe, hätte ich nicht einmal in meinen wildesten Träumen an ein Le-Mans-Podium gedacht. Ich muss an dieser Stelle Nissan und PlayStation danken, dass sie die GT Academy gegründet haben. Mein Dank gilt auch meinen Lehrmeistern am Lenkrad, Franck und Soheil, die mir so viel beigebracht haben, und .natürlich auch Signatech Teamchef Philippe Sinault.

„Lucas hat angesichts seines Werdeganges einen unglaublich guten Job gemacht”, lobte Sinault den Le-Mans-Neuling. „Es macht viel Spaß, mit ihm zu arbeiten, denn er gibt immer 100 Prozent. Wir haben uns erst im Januar mit Nissan zusammengetan, so dass wir in sehr kurzer Zeit auch als Team sehr viel erreichen mussten. Wenn man gesehen hat, welche großen Anstrengungen Nissan mit Blick auf das diesjährige Le Mans-Rennen unternommen hat, sind wir alle sehr stolz auf dieses Ergebnis.”

Nach elf Jahren Abstinenz feierte Nissan somit als Motorenlieferant ein erfolgreiches Comeback in Le Mans. Der kraft Reglement maximal 450 PS starke VK45 DE V8-Motor ging an die Teams Signatech Nissan, Greaves Motorsport und Oreca Matmut – deren Wagen als einziger des Trios nicht die Zielflagge sah. Die LMP2 Prototyen wiegen mindestens 900 Kilogramm und haben einen 75 Liter großen Tank. Anders als bei den großen LMP1 sind Diesel-Motoren nicht erlaubt. Teams haben die Wahl zwischen einem maximal 5,0 Liter großen V8-Sauger (à la Nissan) oder einem aufgeladenen 3,2-Liter mit maximal sechs Zylindern. In beiden Fällen muss das Triebwerk auf einem Großserienblock basieren, der binnen zwölf Monaten mindestens 1.000 Mal gebaut worden sein muss.

Der nächste Einsatz für Lucas Ordonez und das Team Signatech steht schon in drei Wochen beim vierten Lauf zum Intercontinental Le Mans Cup in Imola (Italien) an.

Die zwölf Finalisten der diesjährigen GT Academy wurden übrigens in Le Mans live Zeugen der Siegesfahrt der beiden Nissan. In dieser Woche treten sie in Silverstone gegeneinander an – um den nächsten Lucas Ordonez zu finden.

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Drei LMP2-Prototypen mit Nissan Power

Juni 8th, 2011 von Tino Güttler

  • GT Academy-Sieger Lucas Ordonez erfüllt sich einen Jugendtraum
  • Nissan liefert V8-Motoren an drei Teams der LMP2-Kategorie
  • Rennsportversion des Nissan LEAF erstmals außerhalb Japans zu sehen

Mit dem Start beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt, den 24 Stunden von Le Mans, geht am kommenden Wochenende (Start: Samstag 15 Uhr) für Lucas Ordonez ein Jugendtraum in Erfüllung. „Von Le Mans habe ich schon als Zehnjähriger geträumt”, sagt der erste Sieger der Nissan/PlayStation GT Academy und diesjährige Stammpilot auf dem Signatech Nissan der Kategorie LMP2. Seit seinem Erfolg bei dem Wettbewerb hat sich der Spanier vom nur virtuellen Siegpiloten zum echten Profirennfahrer entwickelt. „Schon der Le-Mans-Testtag im April war ein Erlebnis. Auf meiner ersten Runde fing es an zu regnen, daher ließ ich es auf der Mulsanne-Geraden langsam angehen. Doch bald genoss ich die Fahrt durch all die berühmten Kurven und kann den Start nun kaum noch abwarten”, freut sich Lucas.

Nissan seit 1986 in Le Mans dabei

Nissan blickt auf eine lange Le-Mans-Geschichte zurück. Erstmals trat das Unternehmen 1986 mit zwei R85V in der Sarthe an. In den 1980er und 90er Jahren beteiligte man sich mit GT- und Prototypen am weltberühmten Klassiker – vom R90CK, der 1990 die Pole Position holte, über den R390 GT1, Dritter im Gesamtklassement 1998, bis zum R391 von 1999.  Nach elfjähriger Abstinenz feiert Nissan nun als Motorenlieferant sein Le-Mans-Comeback. Der VK45 DE V8-Motor geht an die Teams Signatech Nissan, Greaves Motorsport und Oreca Matmut.

Zugleich gibt das Unternehmen in Frankreich einen Vorgeschmack auf eine mögliche Motorsportdisziplin der Zukunft: Erstmals wird der komplett neu entwickelte Elektro-Rennwagen Nissan LEAFTM NISMO RC außerhalb von Japan live zu sehen sein – zunächst am Donnerstagabend (zwischen der vorletzten und letzten Trainingssitzung für das 24 Stunden Rennen) und dann nochmals am Samstagmorgen – wenige Stunden vor dem Start der „24 Heures du Mans”.

AUTO - 6 HOURS OF SPA 2011

AUTO - 6 HOURS OF SPA 2011

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Eddie Irvine stellt das Reifezeugnis aus

Juni 8th, 2011 von Tino Güttler

  • Die zwölf Finalisten der GT Academy treten in Silverstone zum Finale an
  • Nissan und Sony gewinnen Ex-Formel-1-Star Eddie Irvine als Chef-Juror
  • Anspruchsvolle Fahrtests mit Nissan 370Z und GT-R auf der Grand-Prix-Piste

Nissan und Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) haben eine hochkarätige Jury für das diesjährige GT Academy „Race Camp” in Silverstone (13. – 16. Juni) zusammengestellt. Der Formel-1-Vizeweltmeister von 1999, Eddie Irvine, übernimmt für dieses Jahr den Jury-Vorsitz; er wird unterstützt von weiteren hochqualifizierten Profis, welche die zwölf Finalisten der GT Academy 2011 in die hohe Kunst des Rennfahrens einführen und am Ende den Besten zum Sieger küren wollen.

Zu den neben Irvine verpflichteten Mentoren zählen der aktuelle italienische Formel-1-Pilot Vitantonio Liuzzi, der dreimalige Le-Mans- und Grand-Prix-Sieger Johnny Herbert, der holländische Spitzenpilot Jeroen Bleekemolen und die „Königin des Nürburgrings”, Sabine Schmitz. Direkt von ihrem Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans (11./12. Juni) stoßen der erste Sieger der GT Academy, Lucas Ordonez (Spanien), und sein französischer Teamkollege Franck Mailleux zum Jurorenteam.

Über 90.000 virtuelle Rennfahrer auf der PlayStation3 von Sony hatten sich europaweit an den diversen Ausscheidungsrunden beteiligt. Nun kommen die besten Absolventen der GT Academy aus Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Großbritannien in der „Heimat des britischen Motorsports” zum finalen Shoot-out zusammen.

Die für die Endausscheidung zusammengestellten Prüfer haben eine Reihe anspruchsvoller Fahrtests vorbereitet, bei denen die Teilnehmer am Steuer eines Nissan 370Z und eines Nissan GT-R beweisen müssen, ob sie ihr bislang nur virtuelles Fahrtalent von der Grand-Turismo-5-Konsole auf die reale Rennstrecke übertragen können. Zugleich warten physische und mentale Tests auf sie. Denn schnelle Rundenzeiten allein reichen nicht, um zum erfolgreichen Profipiloten zu promovieren.

Der Sieger der GT Academy 2011 erhält als Lohn ein umfangreiches Fahrer-Aufbauprogramm. Schon im Januar 2012 darf er dann beim 24-Stunden-Rennen von Dubai auf einem nach dem seriennahen Reglement der Gruppe 4 vorbereiteten Nissan 370Z erstmals echte Rennluft schnuppern.

Der Nordire Eddie Irvine, viermaliger Grand-Prix-Sieger auf Ferrari, will so viele Erfahrungen wie möglich an die jungen GT-Akademiker weitergeben. Er agiert Seite an Seite mit GT-Academy-Chefpilot Rob Barff, der auf lange Erfahrungen am Steuer von GT-Wagen und Le-Mans-Prototypen zurückgreifen kann.

„Die Beliebtheit der GT Academy überrascht mich nicht”, sagt der 45jährige Irvine. „Es ist sehr schwer, im Motorsport Fuß zu fassen. Daher ist dieser Wettbewerb mit seinem wertvollen Hauptpreis so attraktiv für junge Talente. Die Teilnehmer haben ihr Können alle bereits auf der Spielekonsole unter Beweis gestellt – nun müssen wir herauszufinden, wer das Potenzial zum echten Rennfahrer hat. Wir wollen ein neues Rennsporttalent aus dem Hut zaubern und dementsprechend hart sind die Tests und die Kriterien, nach denen die Jury zu entscheiden hat.”

Mehr Informationen zur GT Academy sowie weitere News und Meinungen finden Sie hier:

www.facebook.com/GTAcademy; http://eu.gran-turismo.com; www.twitter.com/GTAcademy

GT Academy 2011

GT Academy 2011

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