GT-R knapp am Podium vorbei

April 7th, 2010 von Tino Güttler

2. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

  • Matsuda/Quintarelli mit Platz vier beste Nissan-Crew
  • Motoyama nach unverschuldeter Kollision früh aus dem Rennen
  • De Oliveira/Yasuda halten Platz zwei in der Tabelle

Beim zweiten Lauf zur japanischen Super-GT-Meisterschaft musste sich Nissan am Ostersonntag als beste Platzierung mit einem vierten Platz von Tsugio Matsuda und Ronnie Quintarelli zufrieden geben. Am Ende trennte das japanisch/italienische Duo im blauen Calsonic Impul-GT-R nur 0,5 Sekunden von einem Platz auf dem Treppchen. Deutlich schlechter erging es den anderen Nissan-Crews: de Oliveira/Yasuda, Sieger des Auftaktrennens in Suzuka, landeten mit 40 Kilo Zusatzgewicht diesmal mit Platz zwölf außerhalb der Punkteränge. Satoshi Motoyama im Werks-GT-R war bis zur 13. Runde bereits vom anfänglichen Platz sechs bis auf Position neun zurückgefallen, ehe ihn in der 16. Runde ein Honda von hinten anstieß und in die Mauer beförderte. Der Übeltäter erhielt zwar für das Foul eine Strafe aufgebrummt – was den havarierten GT-R aber auch nicht wieder flott machen konnte.

Etwas Trost gab es für Nissan lediglich in Gestalt des tadellosen Ergebnisses in der von reinen Privatteams bestrittenen Unterklasse GT300 (Fahrzeuge bis maximal 300 PS): Hier siegte der Nissan Z von Naoki Yokomito/Tsubasa Abe; ein weiterer Z mit Kazuki Hoshino/Masataka Yanagida machte mit Platz drei den Erfolg komplett.

Kommentar der Vierplatzierten Nissan-Fahrer:
Tsugio Matsuda: „Ich wollte unbedingt noch am Lexus vorbei, aber es gab einfach keine Überholmöglichkeit auf dem winkligen Kurs. Wir sehen dieses Rennen als unseren Auftakt der Saison und peilen ab nun auch Podiumplätze an. Es war insgesamt schon etwas frustrierend heute.“

Ronnie Quintarelli: „Unser GT-R hatte die Performance für ein besseres Ergebnis. Daher sind wir schon enttäuscht, nicht wenigstens noch ein Top 3-Ergebnis erreicht zu haben. Beim nächsten Rennen in Fuji werden wir sicher stärker sein.“

Ergebnisse

300 km von Okayama

Distanz: 82 Runden à 3,703 km = 303,646 km
Zuschauer: 16.000
Wetter: sonnig, 16 Grad

1. Kogure/Duval Honda HSV-010 2h02.26,084
2. Tachikawa/Lyons Lexus SC430 11,800 Sek. zur.
3. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430 14,209 Sek. zur.
4. Matsuda/Quintarelli Nissan GT-R 14,712 Sek. zur.
5. Ito/Wirdheim Lexus SC430 45,741 Sek. zur.
6. Firman/Ide Honda HSV-010 48,666 Sek. zur.
7. Kaneishi/Tsukakoshi Honda HSV-010 57,285 Sek. zur.
8. Izawa/Yamamoto Honda HSV-010 1.11,673 Min. zur.
9. Ishiura/Oshima Lexus SC430 1 Rd. zur.
10. Couto/Hirate Lexus SC430 1 Rd. zur.
……
12. de Oliveira/Yasuda Nissan GT-R 1 Rd. zur.
Meisterschaftsstand nach zwei von neun Läufen:
1. Ito/Wirdheim Lexus SC430 21 Punkte
2. de Oliveira/Yasuda Nissan GT-R 20
Kogure/Duval Honda HSV-010 20
4. Wakisaka/Lotterer Lexus SC430 19
5. Tachikawa/Lyons Lexus SC430 17
6. Izawa/Yamamoto Honda HSV-010 14
7. Matsuda/Quintarelli Nissan GT-R 8
Kaneishi/Tsukakoshi Honda HSV-010 8
9. Couto/Hirate Lexus SC430 7
Ishiura/Oshima Lexus SC430 7
11. Firman/Ide Honda HSV-010 5
12. Motoyama/Treluyer Nissan GT-R 3
13. Michigami/Nakayama Honda HSV-010 1

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Nissan GT-R-Sieg zum chaotischen Auftakt

März 26th, 2010 von Tino Güttler

1. LAUF ZUR JAPANISCHEN SUPER-GT-MEISTERSCHAFT

  • De Oliveira/Yasuda stürmen von Platz zehn ganz nach vorn
  • Boxenstopp ohne Reifenwechsel brachte die Entscheidung
  • Nach 2009 erneuter Auftaktsieg für das Team KONDO

Wie schon im Vorjahr gelang dem privaten Team KONDO für Nissan der Sieg im Auftaktrennen zu einer neuen Saison der japanischen Super GT-Meisterschaft. In Suzuka zogen die nach einem Crash im Qualifying nur vom Ende des Feldes gestarteten Joao Paulo Lima de Oliveira und Hironobu Yasuda optimalen Nutzen aus einer chaotischen Anfangsphase. Weil sie im Gegensatz zur Konkurrenz ohne Reifenwechsel auskamen, reichte es am Ende sogar zum sensationellen Durchmarsch. Weniger Glück hatten die beiden anderen GT-R: Platz acht für Motoyama/Treluyer, Ausfall für Quintarelli/Matsuda nach gerade einmal zehn Runden.

Kurz vor dem Start hatte der zuvor nur leichte Regen an Intensität noch einmal stark zugenommen. Auf dem extrem rutschigen Kurs kam es vor 31.000 Zuschauern daher gleich in der Auftaktrunde zu zahlreichen Drehern und Kollisionen, von denen unter anderem der aus der Pole-position gestartete Honda und der GT-R von Benoit Treluyer betroffen waren. In Runde elf eliminierten sich dann zwei weitere Honda, was das Safety Car für fünf Runden auf die Strecke brachte.

Zu dieser Zeit kämpfte der KONDO-GT-R mit zwei Lexus SC430 um die Spitze. Nissan-Pilot de Oliveira lag schon in der zweiten Runde auf Rang vier und übernahm nach den früheren Stopps der Lexus in Runde 25 sogar die Führung. Danach traf das Team die mutige Entscheidung, beim Routinestopp auf einen Reifenwechsel zu verzichten und so wertvolle Sekunden zu gewinnen. Der Plan ging auf – Yasuda lag beim Verlassen der Box weiter in Front und ließ in den letzten 18 Runden keinen Gegner mehr auf Schlagdistanz herankommen. Für KONDO Racing war es der erste Sieg nach dem 2009er-Auftakt in Okayama und der vierte in der japanischen Super GT insgesamt. Für die leicht favorisierten neuen Honda blieb als beste Platzierung nur Platz drei.

Die Nissan-Top-Paarung Motoyama/Treluyer schnitt im Werks-NISMO-GT-R mit Platz drei im Qualifying noch standesgemäß ab. Doch nach einem Dreher auf nasser Piste fiel der Franzose schon in der Startrunde weit zurück. Danach zog das Team den Boxenstopp und den Fahrwechsel auf die 19. Runde vor – doch auch Satoshi Motoyama kam trotz verbissenen Einsatzes nicht mehr über den achten Platz hinaus.

Ein kurzes Rennen erlebten die aus der sechsten Position gestarteten Ronnie Quintarelli und Tsugio Matsuda im privaten IMPUL GT-R: In der 11. Runde rollte der Italiener auf dem Seitenstreifen aus und brachte den Nissan trotz mehrerer Versuche nicht mehr zum Laufen.

Kommentar der Sieger:
Joao Paulo Lima de Oliveira: „Nach meinem unverzeihlichen Fehler gestern wollte ich heute einiges gutmachen. Ich bin sehr glücklich, dass mir das gelungen ist. Ich möchte diesen Sieg den Mechanikern widmen. Sie haben die ganze Nacht durchgearbeitet, um unseren Wagen rennfertig zu machen. Der GT-R war in einem perfekten Zustand und die Strategie, mit den harten Reifen die Distanz durchzufahren, hat sich voll ausgezahlt. Obwohl es am Anfang sehr schwer war, die Pneus überhaupt auf Temperatur zu bringen. Im nächsten Lauf wird der Wagen als Folge der Strafgewichte etwas schwerer sein. Doch das Rennen findet in Okayama statt, wo wir 2009 gewonnen haben. Wir kennen uns hier also gut aus.“

Hironobu Yasuda: „Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir von Platz zehn aus noch ganz nach vorn gefahren sind. Nachdem die Reifen im morgendlichen freien Training super funktioniert hatten, erwog Teammanager Kondo den Plan, es ohne Reifenwechsel zu versuchen. Wirklich beschlossen wurde er aber erst im Rennen selbst, und auch erst kurz vor dem Boxenstop. In meinem Stint konnte ich ohne allzu viel Risiko konstante Zeiten fahren und das Geschehen hinter mir gut kontrollieren.“

ERGEBNIS
300 km von Suzuka, Distanz: 52 Runden à 5,807 km = 301,964 km, Zuschauer: 31.000 Wetter: bedeckt, regnerisch

Fahrer / Fahrzeug / Zeit/Differenz
1. de Oliveira/Yasuda / Nissan GT-R / 1:53.23,333
2. Ito/Wirdheim / Lexus SC430 / 9,322 Sek. zur.
3. Izawa/Yamamoto / Honda HSV-010 / 15,397 Sek. zur.
4. Wakisaka/Lotterer / Lexus SC430 / 17,954 Sek. zur.
5. Couto/Hirate / Lexus SC430 / 19,326 Sek. zur.
6. Ishiura/Oshima / Lexus SC430 / 20,363 Sek. zur.
7. Kaneishi/Tsukakoshi / Honda HSV-010 / 46,508 Sek. zur.
8. Motoyama/Treluyer / Nissan GT-R / 1.32,333 Min. zur.

Meisterschaftsstand nach einem von neun Läufen

Fahrer / Fahrzeug / Punkte
1. de Oliveira/Yasuda / Nissan GT-R / 20
2. Ito/Wirdheim / Lexus SC420 / 15
3. Izawa/Yamamoto / Honda HSV-010 / 11
4. Wakisaka/Lotterer / Lexus SC420 / 8
5. Couto/Hirate / Lexus SC420 / 6
6. Ishiura/Oshima / Lexus SC420 / 5
7. Kaneishi/Tsukakoshi / Honda HSV-010 / 4
8. Motoyama/Treluyer / Nissan GT-R / 3
9. Tachikawa/Lyons / Lexus SC420 / 2
10. Michigami/Nakayama / Honda HSV-010 / 1

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Vier GT-R kämpfen um die WM-Krone

Februar 10th, 2010 von Tino Güttler

NISSAN MOTORSPORTPROGRAMM 2010

  • Zwei Privatteams mit Nissan GT-R bei der FIA GT1-Weltmeisterschaft
  • Motoyama/Treluyer wollen Titel in der japanischen Super GT-Serie zurückerobern
  • Nissan TIIDA soll in China dritte Meisterschaft sichern

Das offizielle Nissan-Motorsportprogramm 2010 steht fest: Der japanische Automobilhersteller schickt mit seiner Motorsportabteilung NISMO (Nissan Motorsport International Co., Ltd.) unter anderem sieben GT-Versionen des Nissan GT-R in zwei der weltweit bedeutendsten Rennserien. Während Nissan mit drei Teams und drei Rennwagen in der Japanischen SUPER GT vertreten ist, unterstützt das Unternehmen zwei Privatteams mit insgesamt vier Fahrzeugen in der neu gegründeten FIA GT1-Weltmeisterschaft.

FIA GT-WELTMEISTERSCHAFT
Nach vier Testeinsätzen 2009 in der FIA GT1-Serie, in der Nissan in Spa mit Platz drei sogar einmal der Sprung aufs Treppchen gelang, geht der Automobilhersteller mit der neuen FIA GT1-Weltmeisterschaft in die Premierensaison. Zwei Privatteams setzen insgesamt vier GT-R-Rennwagen ein. NISMO unterstützt die beiden Mannschaften mit technischem Know-how.

Die Fahrzeuge
NISMO stellt vier GT-Versionen des R35 Nissan GT-R zur Verfügung und steht als Technikpartner zur Seite. Aufbauend auf den 2009 in vier Testeinsätzen gesammelten Daten, konnte Nissan über die Winterpause die Zuverlässigkeit des 2010er GT-R weiter verbessern sowie die aerodynamische Leistungsfähigkeit und das Gewicht optimieren.

Teams und Fahrerpaarungen
Gemäß dem offiziellen Reglement der FIA GT1-Weltmeisterschaft sind Werksteams in der neuen Rennserie nicht erlaubt. Die Hersteller dürfen jedoch technischen Support leisten. Wie im Regelwerk vorgesehen, werden je zwei Nissan GT-R von SUMO POWER GT (Großbritannien) und SWISS RACING TEAM (Schweiz) eingesetzt.

Startnummer Teilnehmer Teamchef Fahrerpaarung Reifenlieferant
tbc SUMO POWER GT (Großbritannien) James Rumsey Michael Krumm (D)/Peter Dumbreck (GB) Michelin
tbc TBA/TBA Michelin
tbc SWISS RACING TEAM (Schweiz) Othmar Welti Karl Wendlinger (A)/Henri Moser (CH) Michelin
tbc Max Nilsson (SWE)/TBA Michelin

SUMO POWER GT: Unter der Leitung von James Rumsey wurde das britische Team in diesem Jahr neu gegründet. Teammanager ist Allen Ochard und Chefingenieur ist Nigel Stepney (www.sumopowergt.com).

SWISS RACING TEAM: Das Schweizer Gemeinschaftsteam von „Jetalliance Racing“ und „K plus K“ existiert bereits seit 2000 und hat seit 2007 sieben Siege in der GT1-Serie einfahren können. Formel-1-Veteran Karl Wendlinger gewann mit seinem Team im vergangenen Jahr das Auftaktrennen. Teamchef ist Othmar Welti, Teammanager ist Eric Corbe.

JAPANISCHE SUPER GT-SERIE
Nach dem spektakulären Titelgewinn in seinem Premierenjahr 2008 und vier weiteren Einzelsiegen 2009 startet der GT-R jetzt bei der Japanischen Super GT-Serie in seine dritte Saison. Diesmal nimmt Nissan mit einem Trio der rund 500 PS starken Boliden in der GT 500er-Klasse teil, um den begehrten Cup zurückzuerobern.

Die Fahrzeuge
Der Nissan GT-R R35 startet in der GT500er-Klasse der Super GT-Serie. NISMO hat die Fahrzeuge gemäß der Regeln weiterentwickelt und unterstützt die teilnehmenden Teams. In der 2010er Rennversion des GT-R eingesetzt wird ein neu entwickeltes 3,4-Liter-Triebwerk (VRH34A).

Teams und Fahrerpaarungen
NISMO, TEAM IMPUL und auch KONDO RACING schicken je einen Nissan GT-R ins Rennen. Bei der Reifenwahl gehen die Teams jedoch unterschiedliche Wege. Während NISMO auf Michelin-Pneus wechselt, bleiben IMPUL (Bridgestone) und KONDO (Yokohama) in diesem Jahr ihrem Partner treu. General Director aller Nissan-Teams ist erneut Kunihiko Kakimoto.

Startnummer Teilnehmer Teamchef Fahrerpaarung Fahrzeugname Reifenlieferant
23 NISMO Yutaka Suzuki Satoshi Motoyama/Benoit Treluyer (F) MOTUL AUTECH GT-R Michelin
12 TEAM IMPUL Kazuyoshi Hoshino Tsugio Matsuda/Ronnie Quintarelli (I) Calsonic IMPUL GT-R Bridgestone
24 KONDO RACING Masahiko Kondo Joao Paolo de Oliveira (BR)/Hironobu Yasuda HIS ADVAN KONDO GT-R Yokohama

NISSAN DRIVER DEVELOPMENT PROGRAMME / FORMULA CHALLENGE JAPAN
2010 setzt NISMO auch das Engagement in der Formula Challenge Japan fort. Die Serie bietet talentierten Nachwuchsfahrern die Gelegenheit, Erfahrungen auf internationalen Rennstrecken zu sammeln. Insgesamt sechs junge Piloten unterstützt Nissan dabei mit seinem Förderprogramm.

CHINA TOURING CAR CHAMPIONSHIP (CTCC)
Seit 2006 setzt das Nissan-Partnerunternehmen Dongfeng Motor Company Ltd. in der 1,6-Liter-Klasse der China Touring Circuit Championship den Nissan TIIDA ein. Das mit in China gefertigten Fahrzeugen ausgetragene Tourenwagen-Championat ist die populärste Rennsportdisziplin des Landes. 2006 und 2008 gewann der TIIDA die Meisterschaft.

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